Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW Bank, vergibt an Bauherren zinsgünstige Darlehen und Kredite sowie Fördergelder, wenn diese ihr Haus nach bestimmten Kriterien energieeffizient um- beziehungsweise ausbauen und so den Co-2 Ausstoß senken. Die Standards hierfür hat die Bank selber festgelegt. Sie sind mittlerweile allgemein anerkannt. Neben den Standards KfW 55 und KfW 60 gibt es noch weitere anerkannte Standards bis hin zum Passivhaus.
Die KfW-Energiestandards für den Hausbau
Die KfW-Energiestandards bezeichnen mit Ihren Zahlen den Energieverbrauch von Häusern, gemessen an einem aktuellen konventionell gebauten Gebäude. Diese Zahlen werden regelmäßig neu festgelegt. Schon im Jahr 2002 gab es den Standard Niedrigenergiehaus, welches weniger als 70 kWh pro m² Heizwärme benötigen durfte. Ein Standardhaus benötigte wenigstens 160 kWh pro m². Bereits 2 Jahre später wurden mit der Energieeinsparverordnung von 2004 neue Standards festgelegt. Das KfW 60 und das KfW 40 Haus. Hier wurde nicht mehr der Heizwärmebedarf als Wert festgelegt, sondern der Primärenergiebedarf, welcher auch den Energieaufwand für den Bau des Hauses mit einbezieht. Er durfte – den Zahlen entsprechend – nicht mehr als 40 beziehungsweise 60 kWh pro m² betragen. Im Jahr 2007 fand eine weitere Nivellierung der KfW-Standards statt. Mit der zur Zeit aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2009 wurden vier Standards festgelegt: KfW-Effizienzhaus 40, 55, 70 und 85.
Seit 2009 hat die KfW-Bank ihr Förderprogramm erheblich ausgeweitet. So fördert sie neben dem Neubau energieeffizienter Gebäude auch Wärmedämmmaßnahmen im Zuge einer energetischen Komplettsanierung bereits bestehender Häuser mit dem Programm „Energieeffizient sanieren“. Bei der Altbausanierung gewährt sie 100 % der förderfähigen Kosten als Darlehn und vergibt zudem zinsgünstige Kredite. Im Jahr 2010 erhöhte sich das Fördervolumen der KfW-Bank im Vergleich zu 2009 um 27% auf 20,8 Mrd. Euro.