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Darlehen und Kredite

Die Begrifflichkeiten Darlehen und Kredit werden in vielen Fällen einfach synonym verwendet. Doch viele Menschen fragen sich, ob es einen Unterschied zwischen einem Darlehen und einem Kredit gibt und wenn ja, worin dieser begründet ist. Eine grundsätzliche Gemeinsamkeit von Krediten und Darlehen ist zu erst einmal die Tatsache, dass es sich aus Sicht des Kredit- oder Darlehensnehmers jeweils um Fremdkapital handelt, dass dem Kredit- oder Darlehensnehmer von einer Bank oder einem sonstigen Dritten zur Verfügung gestellt wird. Tatsächlich handelt es sich beim Darlehen um eine Form des Kredites, die sowohl als Sachdarlehen aber auch als Gelddarlehen gewährt werden kann und vom Darlehensnehmer üblicherweise zu verzinsen ist.

Der Unterschied zwischen Darlehen und Kredit

Einen wirklichen Unterschied gibt es nicht. Das liegt daran, dass es sich bei einem Darlehen um einen Kredit handelt. Somit ist naturgemäß kein Unterschied möglich. Darlehen werden meistens als langfristige Kredite vergeben, die zum Beispiel für die Immobilienfinanzierung genutzt werden. Die meisten anderen Kredite dienen hingegen kurzfristigen Finanzierungsvorhaben (zum Beispiel Dispositionskredite, Ratenkredite, Sofortkredite, Autokredite).

Gebühren bei der Anlage in Fonds

Die Anlage in Fonds ist zweifelsohne ein attraktives Investment. Hohe Renditechancen und eine breite Diversifikation des Risikos auf unterschiedliche Werte sind nur einige Vorteile bei der Anlage in Fonds. Allerdings stehen diesen Vorteilen meistens auch ganz erhebliche Kosten gegenüber, die unbedingt bei der Entscheidung für oder gegen Fonds mit einbezogen werden sollten. Grundsätzlich machen die hohen Kosten die Anlage in Fonds nicht minder interessant, erfordern aber einen Anlagehorizont, der im besten Fall einige Jahre betragen sollte.

Ausgabeaufschlag

Der wohl am meisten beachtete Kostenfaktor beim Kauf von Fonds ist der Ausgabeaufschlag. Er liegt üblicherweise zwischen 3 und 6 Prozent (ja nach Fonds) und wird auf den Kaufbetrag fällig. Mittlerweile können die meisten Fonds aber auch ohne Ausgabeaufschlag über Fondsdiscounter oder aber über die Börse gekauft werden. Bei Fonds, die über die Börse und nicht direkt über die Fondsgesellschaft gekauft werden, fällt grundsätzlich kein Ausgabeaufschlag an.

Verwaltungsgebühren

Die Verwaltungsgebühren oder das sogenannte Management Fee wird für die Verwaltung und das Management des Fonds berechnet und liegt bei aktiv gemanagten Aktienfonds meistens zwischen 1 und 2 Prozent des Fondsvermögens pro Jahr. Im Gegensatz zum Ausgabeaufschlag macht sich dieser Posten auch langfristig bei der Performance des Fonds bemerkbar. Je höher die Verwaltungsgebühren, desto geringer fällt die Rendite des Fonds aus. Viele Anleger setzen daher auf ETFs (Indexfonds), bei denen nur sehr geringe Verwaltungskosten von deutlich unter 0,5 Prozent anfallen. Auch aktiv gemanagte Fonds mit sehr hohem Anlagevolumen sind oft deutlich günstiger, was die prozentualen Verwaltungskosten angeht. Daher kann es sich lohnen, sich auf große Fonds zu konzentrieren, wenn man unbedingt aktiv gemanagte Fonds nutzen möchte.

Einfluss der Gebühren auf die Rendite von Fonds

Die meisten Fonds schneiden langfristig deutlich schlechter ab als die Benchmark. Das liegt vor allem an den anfallenden Gebühren. Demnach gelingt es nur etwa 10 bis 20 Prozent der Fondsmanager, langfristig die Benchmark outzuperformen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll in ETFs zu investieren, wenn diese für den gewünschten Zielmarkt verfügbar sind. Vor allem bei einem langfristigen Anlagehorizont macht sich die Gebührenersparnis hier deutlich bemerkbar. Denn je länger man in einen aktiv gemanagten Fonds investiert, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Vergleichsmarkt geschlagen wird.

Welche verschiedenen Fonds gibt es ?

Anlegen mit Fonds

Fonds sind eine beliebte Form der Geldanlage. Der größte Vorteil an der Anlage in Fonds: Ein professioneller Manager diversifiziert das Anlagevermögen auf verschiedene Werte und erreicht somit eine optimale Rendite, sowie eine wirksame Risikoreduktion. Außerdem spart man als Anleger mit einem Engagement in Fonds jede Menge Zeit – denn die Anlageentscheidungen müssen nicht mehr selber getroffen werden. Für Anleger bieten sich Fonds als Anlageinstrument an, um in die unterschiedlichsten Märkte zu investieren. Wer nicht nur in einen Fonds investieren will, der kann über einen einzigen Dachfonds gleich in mehrere Fonds investieren. Allerdings ist die Anlage in Fonds nur für risikobereite Anleger interessant. Fonds unterliegen nämlich grundsätzlich Kursschwankungen und können somit immer auch zu Verlusten führen.

Aktienfonds & Indexfonds

Diese beiden Arten von Fonds sind besonders beliebt. Während Aktienfonds aktiv gemanagt werden und eine Wertentwicklung anstreben, die oberhalb der Benchmark liegt, stellen Indexfonds passive Produkte dar. Passiv bedeutet, dass Indexfonds lediglich einen bestehenden Index abbilden (z.B. den Dax) und damit quasi die Benchmark verbriefen. Indexfonds sind wesentlich kostengünstiger als Aktienfonds und werden daher immer beliebter. Außerdem können Indexfonds grundsätzlich über die Börse gekauft werden, während dies bei Aktienfonds nur selten möglich ist.

Geldmarktfonds

Diese Fonds sind im Grunde genommen Rentenfonds, die sich allerdings dadurch auszeichnen, dass sie ausschließlich in kurzfristig laufende Anleihen investieren. Aus diesem Grund sind Geldmarktfonds sehr liquide und werden von vielen Banken als Alternative zum Tagesgeld angeboten. Der Kauf und Verkauf von Anteilen an Geldmarktfonds ist meistens kostenfrei. Auch wenn Geldmarktfonds normalerweise als sicher gelten, sind Verluste möglich. Es gibt außerdem große Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten. Nicht alle Geldmarktfonds haben das gleiche Risiko. Da jeder Fonds anders anlegt, gleicht in diesem Punkt kein Produkt dem anderen.

Immobilienfonds

Viele Anleger möchten in Immobilien investieren, besitzen aber nicht das notwendige Kapital für ein Direktinvestment oder wollen sich nicht langfristig an eine eigene Immobilie binden. Immobilienfonds stellen hier eine attraktive Möglichkeit dar, um an den Möglichkeiten des Immobilienmarktes zu partizipieren. Immobilienfonds werden sowohl als offene als auch als geschlossene Fonds aufgelegt. Wegen der vergleichsweise hohen Ausgabeaufschläge im Verhältnis zur Rendite sind Immobilienfonds eher als Langfristinvestment zu betrachten.

Aus Renditegesichtspunkten oft attraktiv

So mancher Anleger ist bei der Suche nach attraktiven Rentenpapieren schon auf Angebote von ausländischen Emittenten gestoßen. Besonders hohe Renditen versprechen im Bereich ausländischer Anleihen vor allem Papiere, die in einer fremden Währung notieren. In der Vergangenheit waren in diesem Zusammenhang beispielsweise türkische Staatsanleihen oder Staatsanleihen aus Argentinien sehr beliebt. Diese bieten mit einer Verzinsung von etwa 10 bis 15 Prozent teilweise zwischen 5 und 10 Prozent mehr Rendite als vergleichbare Anleihen der Bundesrepublik Deutschland. Ein ähnliches Verhältnis bei den Renditen ergibt sich auch bei Unternehmensanleihen. So mancher Anleger neigt deshalb dazu, sein Geld in die hochverzinsten Papiere anzulegen, statt sich mit Magerrenditen im eigenen Währungsraum zufrieden zu geben.

Enorme Risiken bei ausländischen Anleihen?

Gerade Anleger, die wenig Erfahrung und geringe Finanzmarktkenntnisse besitzen, halten Auslandsanleihen oft für ein todsicheres Geschäft. Allerdings bringen diese Schuldverschreibungen ganz enorme Risiken mit sich. Denn zusätzlich zu dem ohnehin vorhandenen Bonitätsrisiko bei der Anlege in Anleihen, bringen Fremdwährungsanleihen logischerweise auch noch das sogenannte Währungsrisiko mit sich. Demnach besteht ein erhöhtes Risiko bei ausländischen Staatsanleihen nicht nur aufgrund der geringeren Bonität und dem damit verbundenen, erhöhten Ausfallrisiko, sondern auch aufgrund der Währungsrisiken. Gerade letztere führen oft zu empfindlichen Verlusten, die den Zinsvorteil gegenüber inländischen Anleihen mehr als überkompensieren können.

In der Vergangenheit meist kein gutes Geschäft

Die Anlage in Fremdwährungsanleihen war in der Vergangenheit meistens ein eher schlechtes Geschäft für die Anleger. Denn nicht nur die Abwertung der entsprechenden Währungen führte in vielen Fällen zu Verlusten, sondern auch zahlreiche Ausfälle bei Auslandsanleihen. Ein populäres Beispiel hierfür sind argentinische Staatsanleihen, bei denen Anleger aus Deutschland teilweise noch immer auf hohen Verlusten sitzen, weil der südamerikanische Staat seinen Verpflichtungen seit Jahren nicht mehr regelmäßig nachkommt. Auch Anleihen aus Venezuela sind akut ausfallgefährdet. Oft spielen aber auch politische Risiken eine wichtige Rolle. Denn in der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass Anleihen einfach nicht getilgt wurden, obwohl der Schuldner solvent genug gewesen wäre. Allerdings bieten Auslandsanleihen auch Chancen. Wichtig ist hier vor allem, wann man ein solches Engagement eingeht. Ein Investment in eine Fremdwährungsanleihe kann durchaus interessant sein, wenn die Währung stark unterbewertet ist.

Welche Arten von Anleihen gibt es?

Anleihen – eine beliebte Assetklasse

Die sogenannten Anleihen, Obligationen, Schuldverschreibungen oder Renten sind eine bei konservativeren Anlegern sehr beliebte Assetklasse. Anleihen gibt es in den verschiedensten Ausgestaltungen, sodass sich Anleger mit den verschiedensten Ansprüchen und Risikoneigungen in Anleihen engagieren können. Bekannte Varianten sind zum Beispiel Staatsanleihen, Optionsanleihen, Wandelanleihen, Bundesschatzbriefe und Pfandbriefe. Die meistens Anleihen können über die Börse gehandelt werden und unterliegen deshalb gewissen Kursschwankungen.

Staatsanleihen/Bundesschatzbriefe

Anleihen, die vom Staat ausgegeben werden, gelten als besonders sichere Art der Geldanlage, da das Ausfallrisiko sehr gering ist. Immerhin ist es eher unwahrscheinlich, dass der Staat insolvent wird. Staatsanleihen bieten daher üblicherweise eine deutlich geringere Rendite als zum Beispiel Industrieobligationen. Allerdings gibt es auch bei Staatsanleihen große Unterschiede. Denn wie sicher eine Staatsanleihe ist, hängt immer von der Bonität des jeweiligen Landes ab. Eine argentinische Staatsanleihe ist sicherlich riskanter als eine Industrieobligation von Siemens oder eine Staatsanleihe der Bundesrepublik Deutschland. Eine Sonderform der Staatsanleihe ist der Bundesschatzbrief. Bundesschatzbriefe werden laufend von der Bundesfinanzagentur ausgegeben, haben eine feste Laufzeit und bieten eine Verzinsung, die jedes Jahr ansteigt. Wegen der gestaffelten Verzinsung werden Schatzbriefe auch als Step Up Bonds bezeichnet.

Optionsanleihen und Wandelanleihen

Bei den Optionsanleihen und Wandelanleihen handelt es sich um Sonderformen der Schuldverschreibung. Wandelanleihen sind von einer Aktiengesellschaft ausgegebene Anleihen, bei denen der Inhaber der Anleihe das Recht hat, die Wandelanleihe in einem festgelegten Verhältnis in Aktien des ausgebenden Unternehmens umzutauschen. Wandelanleihen bieten also nicht nur den für Schuldverschreibungen üblichen Zinskupon, sondern auch die Möglichkeit, an steigenden Aktienkursen des Unternehmens zu partizipieren. Optionsanleihen entsprichen in ihrer Ausgestaltung weitestgehend der Wandelanleihe. Allerdings besteht bei der Optionsanleihe die Schuldverschreibung auch dann bis zum Ende der Laufzeit weiter, wenn während der Laufzeit vom Optionsrecht Gebrauch gemacht wird. Bei der Wandelschuldverschreibung ist die Anleihe hingegen zum Zeitpunkt des Wandels fällig. Dieser kann logischerweise auch vor dem Laufzeitende, nämlich innerhalb der Wandlungsfrist liegen. Beide Anleihen werden auch als Reverse Convertibles angeboten, sodass das Wandlungsrecht nicht beim Inhaber, sondern beim Schuldner liegt. Diese Anleihen sind mit einem erhöhten Risiko verbunden, da die Aktien während der Laufzeit massiv fallen und somit zu Verlusten führen können, wenn der Schuldner dann die Wandlung anstrebt.

Pfandbriefe

Diese Anleihen gelten als besonders sichere Art der Geldanlage. Gegenüber gewöhnlichen Schuldverschreibungen wird eine Reduktion des Risikos dadurch erreicht, dass Pfandbriefe durch hinterlegte Sicherheiten abgesichert werden. Sollte der Schuldner seinen Verpflichtungen aus einer Pfandbriefemission nicht mehr nachkommen können und ein Ausfall drohen, können die Gläubiger auf die verpfändete Pfandbriefsicherheit zurückreifen. Das Ausfallrisiko bei Pfandbriefanlagen ist also deutlich geringer als bei normalen Schuldverschreibungen ohne eine solche Pfandsicherheit. Meistens werden Pfandbriefe von Banken und großen Industrieunternehmen ausgegeben.

Auswirkung der Finanzkrise auf die eigene Altersversorgung

Viele Anleger sind verunsichert – die Finanzkrise hat zu ganz erheblichen Verwerfungen an den Kapitalmärkten geführt. Selbst große und etablierte Indizes haben hohe Verluste erlitten. Auch vermeintlich sichere Anlageformen wie Rentenfonds sind unter Druck geraten, einzelne Anleihen sind sogar ausgefallen. Oft stellt sich daher auch die Frage, inwiefern die eigene Altersvorsorge von der Finanzkrise betroffen ist. Allgemeines zum Thema Finanzkriese finden Sie in dem Spezial zur Finanzkriese der WiWo.

Massive Verluste bei Fondsrenten

Die bei vielen Leuten beliebten Fondsrenten haben besonders stark unter der Finanzkrise zu leiden. Durch die starken Verluste an den Aktienmärkten haben die Fondsrenten deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Bei einem Rentenbeginn zum jetzigen Zeitpunkt fällt die private Rente aus einer Fondsrentenversicherung deutlich geringer aus als noch vor zwei Jahren. Beruhigend für jüngere Anleger: Die Kapitalmärkte werden sich wahrscheinlich auf lange Sich wieder erholen, sodass die momentanen Verluste nur von temporärer Natur sein dürften.

Selbst konservative Anlagen sind betroffen

Wer beispielsweise eine Lebensversicherung als private Altersvorsorge abgeschlossen hat oder Altersvorsorge mit Hilfe einer privaten Rentenversicherung betreibt, ist zwar nicht unmittelbar von der Finanzkrise betroffen, spürt aber mittelbar die Auswirkungen. Denn Lebensversicherer und Rentenversicherungen legen ihr Geld natürlich auch am Kapitalmarkt an. Dadurch haben auch zahlreiche Versicherer erhebliche Verluste erlitten. Für Sparer, bei denen der Rentenantritt bevor steht, bedeutet dies deutlich Einbußen.

Folgen der Finanzkrise wirken sich auf jede Altersvorsorge aus

Die starken Verwerfungen durch die Finanzkrise wirken sich immer direkt oder zumindest indirekt auf die Altersvorsorge aus. Inwiefern dies nachhaltige Konsequenzen hat, hängt vor allem von der Form der Altersvorsorge ab. Kurzfristige Verkehrswerteinbußen bei Immobilien sind beispielsweise irrelevant für eine langfristige Altersvorsorge mit Immobilien. Auch die gesehenen Einbrüche an den Aktienmärkten müssen sich nicht unbedingt negativ auf die Altersvorsorge auswirken. Wer sich zurzeit noch in der Ansparphase befindet, profitiert sogar von niedrigeren Einstiegspreisen.

Welche Formen der Altersvorsorge gibt es?

Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge

Das die private Altersvorsorge immer wichtiger wird, ist kein Geheimnis. Spätestens seit die Verschärfung des demographischen Wandels die gesetzliche Rentenversicherung als eine Art Schneeballsystem enttarnt hat, ist offensichtlich, dass im Alter nur dann ein angemessener Lebensstandard gehalten werden kann, wenn private Altersvorsorge betrieben wird. Doch welche Formen der privaten Altersvorsorge gibt es eigentlich und welche Möglichkeiten hat man, mit diesen Formen der Altersvorsorge unabhängig zu werden, von der gesetzlichen, umlagenfinanzierten Rentenversicherung?

Immobilien & Eigenheim

Eine solide und bewährte Form der Altersvorsorge ist Immobilieneigentum. Wer eine eigene Immobilie besitzt und diese selbst bewohnt, spart die Kosten für die Miete und hat so einen größeren finanziellen Spielraum. Auch Immobilieneigentum, das nicht selbst genutzt wird, sondern ständig vermietet wird, eignet sich hervorragend als Altersvorsorge. Durch laufende Mieteinnahmen wird ein passives Einkommen erzielt, das eventuelle Einkommenseinbußen im Alter ausgleichen kann. Fremdgenutzte Immobilien bieten außerdem Steuervorteile und sind damit auch schon im Erwerbsalter interessant. Immobilien sind aus steuerlichen Gründen deutlich vorteilhafter als beispielsweise Aktien oder andere Anlageprodukte. Wer nicht direkt in Immobilien investieren will, kann sich über offenen Immobilienfonds oder geschlossene Beteiligungen engagieren.

Lebensversicherungen

Die Lebensversicherung ist bei den Deutschen ein besonders beliebtes Produkt für die private Altersvorsorge. Zeitweise gab es in Deutschland mehr Lebensversicherungen als Einwohner. Das lag aber vor allem auch daran, dass die Lebensversicherung viele Vorteile bot, die mittlerweile durch Gesetzesänderungen größtenteils beschnitten wurden. Früher waren die Erträge aus Lebensversicherungen beispielsweise nach einer Vertragslaufzeit von mindestens 12 Jahren steuerfrei. Heute müssen die Erträge hingegen grundsätzlich besteuert werden, was die Lebensversicherung weniger attraktiv macht. Aus Renditegesichtspunkten entscheiden sich viele Menschen bei der Wahl der Lebensversicherung für eine englische Police. Britische Versicherungen erwirtschaften meistens deutlich höhere Renditen, da diese sich stärker am Aktienmarkt engagieren können.

Rentenversicherungen

Die privaten Rentenversicherungen sind vor allem seit der Einführung der sogenannten Riester- und Rürup Rente sehr beliebt. Diese staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge eignet sich sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbstständige. Rentenversicherungen sind eine der sichersten Formen der privaten Altersvorsorge, bringen aber meistens nur moderate Renditen. Oft lohnen sich die privaten Rentenversicherungen sogar nur aufgrund der staatlichen Förderung. Bei Rentenversicherungen garantiert der Anbieter eine Mindestverzinsung, die aber meistens nur auf Sparbuchniveau liegt.

Die unterschiedlichen Kreditformen

Der passende Kredit für jedermann

Gründe, einen Kredit aufzunehmen, gibt es viele. Und immer mehr Privatpersonen nutzen Kredite, um sich Konsumwünsche zu erfüllen oder den eigenen finanziellen Verbindlichkeiten nachkommen zu können. Die Banken bieten die unterschiedlichsten Kredite für die verschiedensten Zwecke und Ansprüche. Vom Ratenkredit, über den Kleinkredit, den Sofortkredit bis hin zum Autokredit gibt es für fast jedes Vorhaben auch den passenden Kredit.

Ratenkredit und Kleinkredit

Diese beiden Kreditformen richten sich vor allem an Menschen, die einen Kredit suchen, der nicht an einen bestimmten Zweck gebunden ist. Mit einem Ratenkredit oder Kleinkredit erhalten Kreditnehmer ein Produkt, bei dem der Kreditbetrag zur freien Verfügung steht. Ob nun bestehende Verbindlichkeiten abgelöst werden, Anschaffungen getätigt werden oder das Geld für eine Reise genutzt wird, liegt letztlich ganz im Ermessen des Kreditnehmers. Ratenkredite bieten die meisten Banken bereits ab einem Kreditbetrag von etwa 2.000 bis 3.000 Euro an. Die maximalen Kreditbeträge liegen dabei meistens zwischen 25.000 und 75.000 Euro. Bei Kleinkrediten liegen die Kreditbeträge in der Regel zwischen 500 und 10.000 Euro. Die üblichen Laufzeiten bei Ratenkrediten und Kleinkrediten bewegen sich zwischen 12 Monaten und 10 Jahren, wobei lange Laufzeiten nur bei einem entsprechenden Kreditbetrag möglich sind. Es gibt also Mindestraten, die nicht unterschritten werden können.

Sofortkredit

Beim Sofortkredit handelt es sich eigentlich um eine besondere Form des Ratenkredites. Der Begriff Sofortkredit impliziert aber keine eindeutigen Definitionen über die genauen Eigenschaften des Kredites. Die von den meisten Banken angebotenen Sofortkredite zeichnen sich aber üblicherweise dadurch aus, dass die Kreditantragsstellung sehr zügig von Statten geht und auch die Auszahlung nur vergleichsweise wenig Zeit benötigt. Problematisch bei Sofortkrediten ist, dass diese meist nur über das Internet abgeschlossen werden können. Da die Kreditverträge aber per Post eingesendet werden müssen und der Kreditnehmer sich im Rahmen des Post Ident Verfahrens persönlich zu legimitieren hat, dauert es meist auch bei Sofortkrediten einige Tage, bis der Kreditbetrag tatsächlich zur freien Verfügung steht.

Autokredit

Der sogenannte Autokredit ist ebenfalls eine Sonderform des Ratenkredits. Autokredite werden von Banken als Alternative zu den Händlerfinanzierungen der Autohäuser angeboten und zeichnen sich dadurch aus, dass sie ausschließlich zum Zwecke der Fahrzeugfinanzierung genutzt werden können. Die üblichen Kreditbeträge liegen hier meistens zwischen 10.000 und 75.000 Euro und die Laufzeiten betragen in der Regel etwa 12 bis 120 Monate. Das finanzierte Fahrzeug wird bei Autokrediten als Sicherheit verpfändet. Somit ist das Kreditrisiko für Banken geringer als bei anderen Krediten. Deshalb sind die Zinsen für Autokredite oft deutlich niedriger als bei anderen Ratenkrediten.

Das Wertpapierdepot bei einer Onlinebank

Wer in Fonds, Aktien und andere Wertpapiere anlegen will, der benötigt oft auch ein eigenes Wertpapierdepot. Mittlerweile bietet es sich an, ein Depot bei einer Onlinebank zu eröffnen. Denn das Depot bei einer Onlinebank ist in der Regel deutlich preiswerter als ein Depot bei einer normalen Filialbank. Viele Bankkunden haben allerdings wenig Erfahrung mit Onlinebanken und fragen sich deshalb vor allem, wie man überhaupt ein Depot bei einer Onlinebank einrichten kann und wie dieses funktioniert.

Depot bei einer Onlinebank eröffnen

Nachdem man verschiedene Anbieter verglichen hat und sich für den geeignetsten Anbieter entschieden hat, kann man das Depot bei der Onlinebank auch schon eröffnen. Das ist im Grunde genommen ganz einfach und funktioniert zumindest teilweise über das Internet. Hier stellen die Onlinebanken entsprechende Eröffnungsformulare zu Verfügung, die nur ausgedruckt und ausgefüllt werden müssen. Ist der Antrag komplett ausgefüllt, muss man sich in der Regel im Rahmen des Post Ident Verfahrens persönlich bei einer geeigneten Postfiliale legitimieren. Danach wird der Antrag kostenlos an die Bank abgeschickt. Nach wenigen Tagen teilt die Onlinebank dann die Zugangsdaten mit. Schon ist das Depot bei einer Onlinebank einsatzbereit und kann für Wertpapiertransaktionen genutzt werden.

So funktioniert die Kontoführung

Wer ein Depot bei einer Onlinebank eröffnet, der hat den Vorteil, dass er sämtliche Wertpapiergeschäfte ganz einfach und vor allem sehr schnell über das Internet vornehmen kann. Hierzu erhält man als Kunde persönliche Zugangsdaten, mit denen man sich auf dem Bankserver online in das Depot einloggen kann. Dem Kunden stehen außerdem Transaktionsnummern oder ein sogenannter Sessionkey zur Verfügung, mit denen/dem die einzelnen Transaktionen freigegeben werden. Die Nutzung eines Sessionkeys ist vor allem dann sinnvoll, wenn ständig Wertpapiertransaktionien durchgeführt werden sollen.

Vorteile gegenüber klassischen Depots

Mit einem Depot bei einer Onlinebank profitiert man von zahlreichen Vorteilen gegenüber klassischen Depots bei normalen Filialbanken. So sind beispielsweise die meisten Depots bei Onlinebanken komplett kostenfrei, während viele Filialbanken monatliche Depotgebühren berechnen, die bis zu 10 Euro betragen können. Auch was die Transaktionen betrifft, bietet das Depot bei einer Onlinebank Vorteile. Denn Transaktionen die online durchgeführt werden, kosten meistens deutlich weniger als Orders, die per Telefon, Fax oder Brief aufgegeben werden.

Tagesgeld und Festgeld – beliebt bei Sicherheitsorientierten

Das Tagesgeld und das Festgeld sind sicherlich zwei der beliebtesten Anlageprodukte bei konservativ orientierten Anlegern, die grundsätzlich kein Risiko bei der Geldanlage eingehen wollen. Allerdings unterscheiden sich beide Produkte maßgeblich voneinander, sodass ein Vergleich von Festgeld und Tagesgeld letztlich nur unter dem Gesichtspunkt der Einlagensicherheit interessant erscheint. Denn die unterscheidet sich bei beiden Produkten nicht. Hier gelten die einheitlichen gesetzlichen Bestimmungen.

Anlagehorizont

Während das Tagesgeld sich aufgrund der variablen und tendenziell eher niedrigen Verzinsung, sowie der jederzeitigen Verfügbarkeit vor allem an Anleger richtet, die eine Möglichkeit suchen, Geldbeträge kurzfristig zu parken, bietet sich der Abschluss eines Festgeldes vor allem für Anleger an, die Wert auf eine höhere Verzinsung legen und über einen fest bestimmten Anlagezeitraum auf den Anlagebetrag verzichten können. Während man beim Tagesgeld jederzeit Teile des Anlagebetrages oder den gesamten Anlagebetrag abheben kann, hat das Festgeld eine feste Laufzeit, über deren Dauer keine Verfügungen möglich sind. Eine vorzeitige Verfügung ist beim Festgeld immer mit Nachteilen verbunden (niedrigere Zinsen oder Vorschusszinsen), sodass man ein Festgeld nur im Notfall auflösen sollte.

Rendite

Aus Renditegesichtspunkten lassen sich Tagesgeldkonten und Festgelder zwar vergleichen, allerdings sollte man dabei bedenken, dass sich beim Tagesgeld die Höhe der Zinsen jederzeit ändern kann. Dadurch gibt es bei der Anlage auf dem Tagesgeld grundsätzlich keine Möglichkeit, die Rendite über einen längeren Zeitraum verlässlich zu planen. Bei der Anlage auf dem Festgeld stehen die Zinsen dagegen bereits beim Abschluss des Vertrages für die gesamte Laufzeit fest, sodass sich hier eine optimale Planungssicherheit ergibt. Tendenziell lassen sich mit Festgeldkonten übrigens höhere Renditen erzielen, da die Banken in der Regel bereit sind, einen höheren Zins für Geld zu bezahlen, das ihnen langfristig zur Verfügung steht. Lediglich bei bestimmten Marktzinskonstellationen und Zinserwartungen kommt es vor, dass Tagesgelder besser rentieren. Die Erträge – sowohl aus dem Festgeld wie auch aus dem Tagesgeld – sind abgeltungssteuerpflichtig, wenn sie den Sparerpauschbetrag überschreiten.

Abrechnung

Ein weiterer Punkt in dem sich das Tagesgeld maßgeblich vom Festgeld unterscheidet ist die Kontoabrechnung. Während bei Festgeldkonten grundsätzlich einmal jährlich die Zinsen gutgeschrieben werden, erfolgt die Zinsgutschrift bei den meisten Tagesgeldkonten einmal pro Jahr, pro Quartal oder jeden Monat. Mit einer quartalsweisen oder sogar monatlichen Zinsgutschrift wird der Zinseszinseffekt maximiert.