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Die unterschiedlichen Kreditformen

Der passende Kredit für jedermann

Gründe, einen Kredit aufzunehmen, gibt es viele. Und immer mehr Privatpersonen nutzen Kredite, um sich Konsumwünsche zu erfüllen oder den eigenen finanziellen Verbindlichkeiten nachkommen zu können. Die Banken bieten die unterschiedlichsten Kredite für die verschiedensten Zwecke und Ansprüche. Vom Ratenkredit, über den Kleinkredit, den Sofortkredit bis hin zum Autokredit gibt es für fast jedes Vorhaben auch den passenden Kredit.

Ratenkredit und Kleinkredit

Diese beiden Kreditformen richten sich vor allem an Menschen, die einen Kredit suchen, der nicht an einen bestimmten Zweck gebunden ist. Mit einem Ratenkredit oder Kleinkredit erhalten Kreditnehmer ein Produkt, bei dem der Kreditbetrag zur freien Verfügung steht. Ob nun bestehende Verbindlichkeiten abgelöst werden, Anschaffungen getätigt werden oder das Geld für eine Reise genutzt wird, liegt letztlich ganz im Ermessen des Kreditnehmers. Ratenkredite bieten die meisten Banken bereits ab einem Kreditbetrag von etwa 2.000 bis 3.000 Euro an. Die maximalen Kreditbeträge liegen dabei meistens zwischen 25.000 und 75.000 Euro. Bei Kleinkrediten liegen die Kreditbeträge in der Regel zwischen 500 und 10.000 Euro. Die üblichen Laufzeiten bei Ratenkrediten und Kleinkrediten bewegen sich zwischen 12 Monaten und 10 Jahren, wobei lange Laufzeiten nur bei einem entsprechenden Kreditbetrag möglich sind. Es gibt also Mindestraten, die nicht unterschritten werden können.

Sofortkredit

Beim Sofortkredit handelt es sich eigentlich um eine besondere Form des Ratenkredites. Der Begriff Sofortkredit impliziert aber keine eindeutigen Definitionen über die genauen Eigenschaften des Kredites. Die von den meisten Banken angebotenen Sofortkredite zeichnen sich aber üblicherweise dadurch aus, dass die Kreditantragsstellung sehr zügig von Statten geht und auch die Auszahlung nur vergleichsweise wenig Zeit benötigt. Problematisch bei Sofortkrediten ist, dass diese meist nur über das Internet abgeschlossen werden können. Da die Kreditverträge aber per Post eingesendet werden müssen und der Kreditnehmer sich im Rahmen des Post Ident Verfahrens persönlich zu legimitieren hat, dauert es meist auch bei Sofortkrediten einige Tage, bis der Kreditbetrag tatsächlich zur freien Verfügung steht.

Autokredit

Der sogenannte Autokredit ist ebenfalls eine Sonderform des Ratenkredits. Autokredite werden von Banken als Alternative zu den Händlerfinanzierungen der Autohäuser angeboten und zeichnen sich dadurch aus, dass sie ausschließlich zum Zwecke der Fahrzeugfinanzierung genutzt werden können. Die üblichen Kreditbeträge liegen hier meistens zwischen 10.000 und 75.000 Euro und die Laufzeiten betragen in der Regel etwa 12 bis 120 Monate. Das finanzierte Fahrzeug wird bei Autokrediten als Sicherheit verpfändet. Somit ist das Kreditrisiko für Banken geringer als bei anderen Krediten. Deshalb sind die Zinsen für Autokredite oft deutlich niedriger als bei anderen Ratenkrediten.

Das Wertpapierdepot bei einer Onlinebank

Wer in Fonds, Aktien und andere Wertpapiere anlegen will, der benötigt oft auch ein eigenes Wertpapierdepot. Mittlerweile bietet es sich an, ein Depot bei einer Onlinebank zu eröffnen. Denn das Depot bei einer Onlinebank ist in der Regel deutlich preiswerter als ein Depot bei einer normalen Filialbank. Viele Bankkunden haben allerdings wenig Erfahrung mit Onlinebanken und fragen sich deshalb vor allem, wie man überhaupt ein Depot bei einer Onlinebank einrichten kann und wie dieses funktioniert.

Depot bei einer Onlinebank eröffnen

Nachdem man verschiedene Anbieter verglichen hat und sich für den geeignetsten Anbieter entschieden hat, kann man das Depot bei der Onlinebank auch schon eröffnen. Das ist im Grunde genommen ganz einfach und funktioniert zumindest teilweise über das Internet. Hier stellen die Onlinebanken entsprechende Eröffnungsformulare zu Verfügung, die nur ausgedruckt und ausgefüllt werden müssen. Ist der Antrag komplett ausgefüllt, muss man sich in der Regel im Rahmen des Post Ident Verfahrens persönlich bei einer geeigneten Postfiliale legitimieren. Danach wird der Antrag kostenlos an die Bank abgeschickt. Nach wenigen Tagen teilt die Onlinebank dann die Zugangsdaten mit. Schon ist das Depot bei einer Onlinebank einsatzbereit und kann für Wertpapiertransaktionen genutzt werden.

So funktioniert die Kontoführung

Wer ein Depot bei einer Onlinebank eröffnet, der hat den Vorteil, dass er sämtliche Wertpapiergeschäfte ganz einfach und vor allem sehr schnell über das Internet vornehmen kann. Hierzu erhält man als Kunde persönliche Zugangsdaten, mit denen man sich auf dem Bankserver online in das Depot einloggen kann. Dem Kunden stehen außerdem Transaktionsnummern oder ein sogenannter Sessionkey zur Verfügung, mit denen/dem die einzelnen Transaktionen freigegeben werden. Die Nutzung eines Sessionkeys ist vor allem dann sinnvoll, wenn ständig Wertpapiertransaktionien durchgeführt werden sollen.

Vorteile gegenüber klassischen Depots

Mit einem Depot bei einer Onlinebank profitiert man von zahlreichen Vorteilen gegenüber klassischen Depots bei normalen Filialbanken. So sind beispielsweise die meisten Depots bei Onlinebanken komplett kostenfrei, während viele Filialbanken monatliche Depotgebühren berechnen, die bis zu 10 Euro betragen können. Auch was die Transaktionen betrifft, bietet das Depot bei einer Onlinebank Vorteile. Denn Transaktionen die online durchgeführt werden, kosten meistens deutlich weniger als Orders, die per Telefon, Fax oder Brief aufgegeben werden.

Tagesgeld und Festgeld – beliebt bei Sicherheitsorientierten

Das Tagesgeld und das Festgeld sind sicherlich zwei der beliebtesten Anlageprodukte bei konservativ orientierten Anlegern, die grundsätzlich kein Risiko bei der Geldanlage eingehen wollen. Allerdings unterscheiden sich beide Produkte maßgeblich voneinander, sodass ein Vergleich von Festgeld und Tagesgeld letztlich nur unter dem Gesichtspunkt der Einlagensicherheit interessant erscheint. Denn die unterscheidet sich bei beiden Produkten nicht. Hier gelten die einheitlichen gesetzlichen Bestimmungen.

Anlagehorizont

Während das Tagesgeld sich aufgrund der variablen und tendenziell eher niedrigen Verzinsung, sowie der jederzeitigen Verfügbarkeit vor allem an Anleger richtet, die eine Möglichkeit suchen, Geldbeträge kurzfristig zu parken, bietet sich der Abschluss eines Festgeldes vor allem für Anleger an, die Wert auf eine höhere Verzinsung legen und über einen fest bestimmten Anlagezeitraum auf den Anlagebetrag verzichten können. Während man beim Tagesgeld jederzeit Teile des Anlagebetrages oder den gesamten Anlagebetrag abheben kann, hat das Festgeld eine feste Laufzeit, über deren Dauer keine Verfügungen möglich sind. Eine vorzeitige Verfügung ist beim Festgeld immer mit Nachteilen verbunden (niedrigere Zinsen oder Vorschusszinsen), sodass man ein Festgeld nur im Notfall auflösen sollte.

Rendite

Aus Renditegesichtspunkten lassen sich Tagesgeldkonten und Festgelder zwar vergleichen, allerdings sollte man dabei bedenken, dass sich beim Tagesgeld die Höhe der Zinsen jederzeit ändern kann. Dadurch gibt es bei der Anlage auf dem Tagesgeld grundsätzlich keine Möglichkeit, die Rendite über einen längeren Zeitraum verlässlich zu planen. Bei der Anlage auf dem Festgeld stehen die Zinsen dagegen bereits beim Abschluss des Vertrages für die gesamte Laufzeit fest, sodass sich hier eine optimale Planungssicherheit ergibt. Tendenziell lassen sich mit Festgeldkonten übrigens höhere Renditen erzielen, da die Banken in der Regel bereit sind, einen höheren Zins für Geld zu bezahlen, das ihnen langfristig zur Verfügung steht. Lediglich bei bestimmten Marktzinskonstellationen und Zinserwartungen kommt es vor, dass Tagesgelder besser rentieren. Die Erträge – sowohl aus dem Festgeld wie auch aus dem Tagesgeld – sind abgeltungssteuerpflichtig, wenn sie den Sparerpauschbetrag überschreiten.

Abrechnung

Ein weiterer Punkt in dem sich das Tagesgeld maßgeblich vom Festgeld unterscheidet ist die Kontoabrechnung. Während bei Festgeldkonten grundsätzlich einmal jährlich die Zinsen gutgeschrieben werden, erfolgt die Zinsgutschrift bei den meisten Tagesgeldkonten einmal pro Jahr, pro Quartal oder jeden Monat. Mit einer quartalsweisen oder sogar monatlichen Zinsgutschrift wird der Zinseszinseffekt maximiert.