8 Februar 2010 - by admin
Gebühren bei der Anlage in Fonds
Die Anlage in Fonds ist zweifelsohne ein attraktives Investment. Hohe Renditechancen und eine breite Diversifikation des Risikos auf unterschiedliche Werte sind nur einige Vorteile bei der Anlage in Fonds. Allerdings stehen diesen Vorteilen meistens auch ganz erhebliche Kosten gegenüber, die unbedingt bei der Entscheidung für oder gegen Fonds mit einbezogen werden sollten. Grundsätzlich machen die hohen Kosten die Anlage in Fonds nicht minder interessant, erfordern aber einen Anlagehorizont, der im besten Fall einige Jahre betragen sollte.
Ausgabeaufschlag
Der wohl am meisten beachtete Kostenfaktor beim Kauf von Fonds ist der Ausgabeaufschlag. Er liegt üblicherweise zwischen 3 und 6 Prozent (ja nach Fonds) und wird auf den Kaufbetrag fällig. Mittlerweile können die meisten Fonds aber auch ohne Ausgabeaufschlag über Fondsdiscounter oder aber über die Börse gekauft werden. Bei Fonds, die über die Börse und nicht direkt über die Fondsgesellschaft gekauft werden, fällt grundsätzlich kein Ausgabeaufschlag an.
Verwaltungsgebühren
Die Verwaltungsgebühren oder das sogenannte Management Fee wird für die Verwaltung und das Management des Fonds berechnet und liegt bei aktiv gemanagten Aktienfonds meistens zwischen 1 und 2 Prozent des Fondsvermögens pro Jahr. Im Gegensatz zum Ausgabeaufschlag macht sich dieser Posten auch langfristig bei der Performance des Fonds bemerkbar. Je höher die Verwaltungsgebühren, desto geringer fällt die Rendite des Fonds aus. Viele Anleger setzen daher auf ETFs (Indexfonds), bei denen nur sehr geringe Verwaltungskosten von deutlich unter 0,5 Prozent anfallen. Auch aktiv gemanagte Fonds mit sehr hohem Anlagevolumen sind oft deutlich günstiger, was die prozentualen Verwaltungskosten angeht. Daher kann es sich lohnen, sich auf große Fonds zu konzentrieren, wenn man unbedingt aktiv gemanagte Fonds nutzen möchte.
Einfluss der Gebühren auf die Rendite von Fonds
Die meisten Fonds schneiden langfristig deutlich schlechter ab als die Benchmark. Das liegt vor allem an den anfallenden Gebühren. Demnach gelingt es nur etwa 10 bis 20 Prozent der Fondsmanager, langfristig die Benchmark outzuperformen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll in ETFs zu investieren, wenn diese für den gewünschten Zielmarkt verfügbar sind. Vor allem bei einem langfristigen Anlagehorizont macht sich die Gebührenersparnis hier deutlich bemerkbar. Denn je länger man in einen aktiv gemanagten Fonds investiert, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Vergleichsmarkt geschlagen wird.
8 Februar 2010 - by admin
Anlegen mit Fonds
Fonds sind eine beliebte Form der Geldanlage. Der größte Vorteil an der Anlage in Fonds: Ein professioneller Manager diversifiziert das Anlagevermögen auf verschiedene Werte und erreicht somit eine optimale Rendite, sowie eine wirksame Risikoreduktion. Außerdem spart man als Anleger mit einem Engagement in Fonds jede Menge Zeit – denn die Anlageentscheidungen müssen nicht mehr selber getroffen werden. Für Anleger bieten sich Fonds als Anlageinstrument an, um in die unterschiedlichsten Märkte zu investieren. Wer nicht nur in einen Fonds investieren will, der kann über einen einzigen Dachfonds gleich in mehrere Fonds investieren. Allerdings ist die Anlage in Fonds nur für risikobereite Anleger interessant. Fonds unterliegen nämlich grundsätzlich Kursschwankungen und können somit immer auch zu Verlusten führen.
Aktienfonds & Indexfonds
Diese beiden Arten von Fonds sind besonders beliebt. Während Aktienfonds aktiv gemanagt werden und eine Wertentwicklung anstreben, die oberhalb der Benchmark liegt, stellen Indexfonds passive Produkte dar. Passiv bedeutet, dass Indexfonds lediglich einen bestehenden Index abbilden (z.B. den Dax) und damit quasi die Benchmark verbriefen. Indexfonds sind wesentlich kostengünstiger als Aktienfonds und werden daher immer beliebter. Außerdem können Indexfonds grundsätzlich über die Börse gekauft werden, während dies bei Aktienfonds nur selten möglich ist.
Geldmarktfonds
Diese Fonds sind im Grunde genommen Rentenfonds, die sich allerdings dadurch auszeichnen, dass sie ausschließlich in kurzfristig laufende Anleihen investieren. Aus diesem Grund sind Geldmarktfonds sehr liquide und werden von vielen Banken als Alternative zum Tagesgeld angeboten. Der Kauf und Verkauf von Anteilen an Geldmarktfonds ist meistens kostenfrei. Auch wenn Geldmarktfonds normalerweise als sicher gelten, sind Verluste möglich. Es gibt außerdem große Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten. Nicht alle Geldmarktfonds haben das gleiche Risiko. Da jeder Fonds anders anlegt, gleicht in diesem Punkt kein Produkt dem anderen.
Immobilienfonds
Viele Anleger möchten in Immobilien investieren, besitzen aber nicht das notwendige Kapital für ein Direktinvestment oder wollen sich nicht langfristig an eine eigene Immobilie binden. Immobilienfonds stellen hier eine attraktive Möglichkeit dar, um an den Möglichkeiten des Immobilienmarktes zu partizipieren. Immobilienfonds werden sowohl als offene als auch als geschlossene Fonds aufgelegt. Wegen der vergleichsweise hohen Ausgabeaufschläge im Verhältnis zur Rendite sind Immobilienfonds eher als Langfristinvestment zu betrachten.